Möglich mache die Energieersparnis "vor allem die Rückspeisung von Energie beim Bremsen. Der Elektromotor läuft dabei rückwärts und wird zum Stromgenerator", hieß es weiter. Der Zugtyp "Mireo Plus B" fährt unterwegs mit Batterie und lädt überall dort auf, wo eine Oberleitung existiert, wie in Wiesbaden oder Niedernhausen.
Rund ein Drittel der hessischen Bahnstrecken ohne Oberleitung
Die Erfahrungen im Testbetrieb sind laut Hessens Verkehrsminister Kaweh Mansoori (SPD) "bei der Suche nach pragmatischen, umweltverträglichen Modellen sehr wertvoll".
RMV-Geschäftsführer Knut Ringat erläuterte: "Rund ein Drittel der Bahnstrecken in Hessen haben keine Oberleitung und werden heute mit Dieselzügen betrieben." Während bei stark befahrenen Strecken die Nachrüstung mit einer elektrischen Oberleitung das Mittel der Wahl sei, könnten auf Lokalstrecken CO2-freie Batteriezüge fahren.
Vier Batteriezug-Fahrten pro Tag
Gegenwärtig gibt es nach den Angaben je Richtung und Tag vier Fahrten zu unterschiedlichen Zeiten mit dem Batteriezug zwischen Wiesbaden und Niedernhausen. Touren mit sehr vielen Fahrgästen werden weiterhin mit zwei gekoppelten Dieselzügen angeboten, damit es ausreichend Platz gibt.
Der zweiteilige Batteriezug hat laut Hessischer Landesbahn und dem RMV eine Reichweite von bis zu 120 Kilometern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 140 Kilometern pro Stunde. Er hat 122 Sitzplätze, WLAN, Steckdosen und USB-Lademöglichkeiten.
© dpa, schiene.de | Abb.: SPNV-Nord, Gerhard Hohl | 23.01.2026 19:31









