Rheinland-Pfalz
18:38 Uhr

EVG-Chef: Guten Nahverkehr gibt es nicht umsonst

An viel zu vielen Orten in Deutschland sei der ÖPNV kaputtgespart worden, mahnt der Gewerkschaftschef. Gute Bus- und Bahnangebote sorgten aber auch für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Martin Burkert, Vorsitzender der EVG
Martin Burkert, Vorsitzender der EVG, © EVG
EVG-Chef Martin Burkert fordert eine ausreichende finanzielle Unterstützung der Länder für einen guten Nahverkehr. Gute Bus- und Bahnangebote sorgten nicht nur für die Entlastung der Straßen, sondern seien auch für den gesellschaftlichen Zusammenhalt wichtig, sagte der Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) bei einem Treffen mit Betriebsräten in Mainz. 

"Wenn kein Bus mehr fährt, kein Zug mehr hält, fühlen sich die Menschen zu Recht abgehängt", betonte Burkert. "Das darf nicht passieren, denn davon profitieren nur diejenigen, die mit Hetze und Hassparolen spalten wollen." Gute Verkehrspolitik sei daher auch gute Strukturpolitik. An viel zu vielen Orten in Deutschland sei der ÖPNV aber kaputtgespart worden.

Flächendeckend guten Nahverkehr gibt es nicht umsonst

Einen flächendeckenden guten Nahverkehr gebe es aber nicht umsonst, mahnte der EVG-Chef. Deshalb müssten sich die Länder an der Finanzierung beteiligen. "Es lohnt sich, denn mehr öffentlicher Nahverkehr bedeutet gleichzeitig weniger Stau, mehr Mobilität und auch sichere Arbeitsplätze." Damit überzeuge man die Menschen auch bei einer Landtagswahl.

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) betonte die Bedeutung von Investitionen in die Infrastruktur. Das Investitionspaket der Bundesregierung sei dringend notwendig und überfällig gewesen. Dazu zähle auch der Bedarf für die Schiene. Das Geld sei eine riesige Chance für eine Modernisierung der Infrastruktur. Das Land flankiere das mit eigenen Mitteln.
© dpa | 23.01.2026 18:38

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