Der Nahverkehrsverbund riet, wenn möglich, ab Freitag früh auf Fahrten mit dem ÖPNV zu verzichten. In jedem Falle sollten sich Fahrgäste vor Antritt der Reise bei ihrem regionalen Verkehrsunternehmen informieren.
Da der Nahverkehr ein zusammenhängendes System sei, könnten auch Regionen von Einschränkungen betroffen sein, in denen die Wetterlage entspannter ist. "Wir bitten um Verständnis, dass es trotz aller Vorbereitungsmaßnahmen und dem Einsatz aller möglichen Kräfte am folgenden Wochenende zu Beeinträchtigungen und Ausfällen im Nahverkehr kommen kann", so NAH.SH-Geschäftsführer Arne Beck. Die Situation könne sich kurzfristig auch noch ändern und die Lage weniger extrem sein als erwartet.
Bis zu 15 Zentimeter Schnee erwartet
Nach der Vorhersage eines Sturmtiefs mit starkem Schneefall haben sich die Prognosen allerdings für Teile Schleswig-Holsteins deutlich abgeschwächt. In weiten Teilen Norddeutschlands muss nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Freitag im Tagesverlauf mit nennenswertem Neuschnee gerechnet werden, der aufgrund des starken Ostwindes auch verwehen kann.
Verbreitet sei dann mit Neuschneemengen von 5 bis 10 Zentimetern zu rechnen, regional seien bis zu 15 Zentimeter möglich. Noch ließen sich Schwerpunkte aber nicht genau festlegen. Straßen und Wege könnten dadurch immer wieder mit Schnee zugeweht werden. Ab Freitagnachmittag gebe es zudem Dauerfrost.
Vor allem an den Küsten müssen sich die Menschen zudem auf Sturm einstellen. Direkt an der Nordseeküste sind dem Wetterdienst zufolge orkanartige Böen aus Osten möglich. Für das Küstenumfeld und das angrenzende Binnenland sind stürmische Böen und Sturmböen angekündigt. Die Schneefälle sollen im Laufe des Wochenendes nachlassen.
Der Wetterwelt-Meteorologe Sebastian Wache sagte den "Kieler Nachrichten", er rechne damit, dass die Schneefront etwa bis zur Linie St. Peter-Ording - Neumünster - Lübeck vorankomme und dann vom Oststurm gebremst werde.
© dpa, schiene.de | Abb.: NAH.SH (Symbolbild) | 07.01.2026 16:52




