Niedersachsen
Älter als 7 Tage

Althusmann fordert mehr Geld vom Bund für 49-Euro-Ticket

In der Debatte um einen Nachfolger für das 9-Euro-Ticket dringt Niedersachsens Verkehrsminister Bernd Althusmann auf mehr Geld vom Bund. Er sei bereit, ein bundesweites 49-Euro-Ticket für Bus und Bahn zu unterstützen, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag im Landtag.
Dr. Bernd Althusmann (CDU)
Dr. Bernd Althusmann (CDU), © CDU Niedersachsen / Tobias Koch
Das gehe aber nur, wenn der Bund die Regionalisierungsmittel für den Verkehr erhöhe. Das sei nötig, um das bisherige Nahverkehrsangebot aufrechtzuerhalten und die Existenz der Verkehrsunternehmen zu sichern.

Schon heute habe das Land ein Defizit bei der Finanzierung des Nahverkehrs, sagte Althusmann. Wenn die Finanzierungslücken so groß würden, dass Verbindungen gestrichen werden müssten, dann nützten auch rabattierte Tickets nichts. Ein Nachfolgeticket allein aus Landesmitteln zu bezahlen, sei "nahezu unmöglich".

Der Verkehrsminister verwies auf gestiegene Energie- und Personalkosten der Anbieter. Außerdem seien die Ticketeinnahmen während der Corona-Pandemie zurückgegangen. Das 9-Euro-Ticket habe im Nahverkehr die Belastungsgrenzen aufgezeigt. Dennoch sei das Ticket mit bundesweit rund 52 Millionen Verkäufen ein Erfolg gewesen.

Die Ampel-Koalition im Bund hatte sich darauf verständigt, jährlich 1,5 Milliarden Euro für ein bundesweites Ticket bereitzustellen - wenn die Länder ebenso viel dazugeben. Ziel ist ein Preis zwischen 49 und 69 Euro im Monat. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hofft auf eine Einführung eines neuen Tickets zum 1. Januar 2023.
© dpa | Abb.: Tobias Koch | 23.09.2022 05:59

Es gibt neue
Nachrichten bei schiene.de

Startseite neu laden