
Hamburg Hbf mit Talgo 230 der DSB und S-Bahn Hamburg mit Baureihe ET 474, © Deutsche Bahn AG / Wolfgang Klee
Weiterführende Links
Bereits hier sei der 58-Jährige ungeduldig und aggressiv gewesen, obwohl die angesprochene Frau direkt aufgestanden sei. Als er sich dann mutmaßlich rassistisch geäußert habe, wollte die junge Frau eigenen Angaben zufolge seine Dienstnummer haben, um ihn bei der Deutschen Bahn zu melden.
Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts der Körperverletzung
Das habe er verweigert. Deshalb habe sie die Nummer fotografieren wollen und dabei habe er sie das erste Mal geschubst. "Er hat mich drei-, vier-, fünfmal geschubst, darunter zweimal, wo ich wirklich zu Boden gestürzt bin." Sie habe unmittelbar nach dem Vorfall am Samstag Anzeige erstattet. Die Bundespolizei bestätigte das. Sie habe ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung gegen den 58-Jährigen eingeleitet.
Auch die Deutsche Bahn hat auf das Video der jungen Frau reagiert. "Der in dem Video geschilderte Vorfall macht uns betroffen und wir verurteilen ihn aufs Schärfste. Wir arbeiten den Fall derzeit intern auf, und arbeitsrechtliche Schritte wurden eingeleitet", sagte ein Bahnsprecher auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Die Bahn habe bereits mit der Betroffenen Kontakt aufgenommen.
Bahn betont: Kein Platz für Rassismus
Der Sprecher betonte zudem, dass kulturelle Vielfalt, Offenheit, Toleranz und Respekt Grundwerte der Deutschen Bahn seien. "Rassismus, Diskriminierung, Mobbing, Gewalt oder sexuelle Belästigung haben bei uns keinen Platz – weder gegenüber unseren Kund:innen noch gegenüber unseren Mitarbeitenden." Die Beschäftigten würden deshalb bereits seit Jahren regelmäßig sensibilisiert und geschult.
© dpa | 09.06.2026 12:23







